
Josef Heinrich Süss
Mein Opa Josef Heinrich Süss wurde am 16. Juli 1892 in Gablitz bei Wien geboren. Er war Kunstmaler in Wien.
Er wurde am 15. April 1913 auf 7 Jahre zur 5. Feldkompanie des k. und k. Infanterieregiment Nr. 4 einberufen.
Nach seiner militärischen Ausbildung kam er in die Sanitätsabteilung No. 1 und wurde am 2.August.191
4 zur Reserve Sanitätsabteilung 4/2 überstellt und am 21. August.1914 kam er zum k. und k. Mobilen Reservespital 3/2, wo bis zum 20.2.1916 blieb.
Somit erlebte er als Sanitäter die Kampfhandlungen um Limanova-Lapanov und an der Nida im Dezember 1914 und die Schlacht bei Opatov im Mai 1915, das Vorgehen bei Zawichost und Glimany und die Verfolgungskämpfe bei Tarlow im Juni 1915. Dann wurde das Regiment nach Ostgalizien verschoben.
In dieser Zeit entstanden die Kriegsskizzen von 1915, darunter auch einige Feldpostkarten mit Zeichnungen, wovon auch einige im Mariahilfer Gemeindemuseum in Wien zu sehen sind.
Im Februar 1916 wurde er wieder zur Sanitätsabteilung 1 versetzt und am
4.Mai 1916 zum Ersatz Bataillon Infanterie Regiment No. 4 .
Am 31.Mai1916 wurde er zum Ersatz Bataillon der Tiroler Kaiserjäger Nr. 2 K.H. Erh. Abt 2/w No 9985 Stb. 29 Ersatz Kompanie 67/16, mit Einsatzort Beneschau, dem heutigen Beneschov überstellt.
2. August 1917 wurde er mit dem Karl Truppenkreuz ausgezeichnet und blieb bis zum 28.September 1918 im Einsatz bei den Hochgebirgskompanie 18. Feldpost 238 bis zur Allgemeinen Demobilisierung.
Die Schreibweise seines Familiennamens ist unterschiedlich, während auf dem Tauschein Sühs steht, signiert er seine Bilder häufig mit Süss. Das "h" im Namen könnte auf eine schlampige Schreibweise aus dem langem s des Kurrent Schreibweise geschriebenen "doppel s" entstanden sein, aber auch mit "scharfen s" dem "ß" geschrieben wurde.
1921 heiratete er Anna Maria Willscher. Nach 1948 malte er Ölbilder für amerikanische Kunden, im Auftrag der Kunsthandlungen Otto, Holm und Goldmann, Böck. Seine Motive waren hauptsächlich Heide- und Wasserlandschaften, hölländische Bauernmärkte, sowie italienische Motive.
Josef Heinrich Süss starb am 21. Dezember 1961 in Wien