
Gedankensplitter
Ewiger Wissensdurst
Warum der Ball zu Boden fällt, der Luftballon zum Himmel steigt?
Weshalb macht mich das Wasser nass, die Sonne sich dem Abend neigt?
Das muss ich erst ergründen.
Warum mein Bruder mich oft quält, am Ärger findet Spaß.
Mit meinen Sachen lieber spielt, und selbst nicht teilen mag?
Das muss ich erst ergründen.
Warum Freunde mich stehen lassen, Kameraden oft keine sind,
Der Vater kaum zu sehen ist, der Mutter manche Träne rinnt.
Das muss ich erst ergründen.
Warum kann Liebe nicht bestehen? Es wäre doch sehr angenehm.
Muss laufend geben und nicht nehmen, sie könnte sonst zugrunde gehen.
Das muss ich erst ergründen.
Warum die Kinder zwar erwünscht, nicht wunschlos glücklich sind?
Wir, Eltern können’s kaum verstehen, dass sie so ganz anders sind.
Das muss ich erst ergründen.
Warum nach soviel Müh' und Not, die Kinder fort sich drängen,
auf keinen Rat mehr hören wollen, als gäb’s nicht Leben, gäb’s nicht Tod.
Das muss ich erst ergründen.
Warum nach so viel Jahre Plag, die Ruh nicht kommen mag,
und für alles, was man aufgeschoben, des Körpers Kraft nun doch versagt.
Das muss ich erst ergründen.
Hab ich als Wesen dieser Welt, den Lebenssinn erfüllt?
Wie kann ich dessen sicher sein?
Das muss ich erst ergründen, bevor die Zeit ist abgelaufen.
Ja!
Mein Lebensziel ist Ihn zu suchen, damit Sein Opfer nicht umsonst.
Ihn anzunehmen zur Vergebung, teilhaben an Seiner Herrlichkeit.
Das hab ich schon ergründet.
Psalm
Wie herrlich ist Dein Angesicht
In das zu schaun ich sehr erträum
Und doch so oft gelingt es nicht
Mich Deiner Gegenwart erfreun.
Ich suche Dich von ganzem Herzen
Und fühl mich doch so weit von Dir
Mein Herz und Seele schrecklich schmerzen
Dann frag ich mich: bist Du bei mir?
Ich weiß, dass Du ganz nah mir bist
Dein Wort hat´s mir gezeigt
Ich nehm´s halt so, so wie es ist
Und freu mich auf die Ewigkeit
Sing Halleluja zu dem Herrn
Gepriesen seien Deine Namen
Sie immer loben will ich gern
So wahr ich hier bin, Amen.
Mein Leben
Mein Leben ist ein Eintopf, der tagtäglich neu aufgewärmt wird. Er besteht aus Routine.
Die Zutaten verändern sich, je nach ihrer Verfügbarkeit und das wären:
Abenteuer, Neugierde, Pläne, Verpflichtung, Hingabe, Erwartung, Enttäuschung,
Mühe, Liebe, Geduld, Zuneigung, Unterordnung, Freude, Leid,
Hunger nach Wissen, Veränderung, Stillhalten, Durst nach Erkenntnis,
Sehen, Hören, Schmecken, Zurückhaltung, Verantwortung, Tod.
Ein Gewürz jedoch ist immer dabei:
Das Wissen um Gott, seine Liebe, seine Gnade, seine Vergebung, seine Ewigkeit.
Das gibt letztlich meinem Eintopfleben den Geschmack und die Köstlichkeit.