Heilung

Am 18. Juni 2006 entschieden einige Jüngere unserer Raftinggruppe von einem überhängenden Felsen in den Colorado zu springen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und sprang die 12 Meter ins Wasser. Wahrscheinlich hatte ich die Muskeln nicht genügend angespannt und ich bekam einen gewaltigen Schlag auf mein Gesäß. Wenig später bemerkte ich, dass mir das Sitzen Beschwerden machte.

Zuerst dachte ich an eine vorübergehende Prellung und sagte nichts, aus Scham meiner physischen Fehleinschätzung. Als der Schmerz aber nicht nachließ und das Sitzen unerträglich wurde, suchte ich einen Arzt auf, Im Röntgen wurde festgestellt, dass das letzte Knöchelchen des Os coccygis deutlich gebrochen und disloziert war.

Der medizinische Rat war ernüchternd, denn für Coccygodynie gibt es kaum eine Behandlung. Ich versuchte eine osteopathische Behandlung, die zu teuren Streicheleinheiten wurde, da die "Blockade" nicht beseitigt werden konnte. Die physikalische Therapie verstärkte noch die Schmerzreizung und das spezielle Codyn-Sitzkissen habe ich bis heute noch nicht bekommen. Mein Leidensweg dauerte an.

Meine christliche Gemeinde Ichthys praktiziert Gebet für Heilung, hält Heilungsgottesdienste und betreibt auch Heilungsräume, gemäß der Vollmacht, die Jesus seinen Jüngern gab, Krankheiten und Leiden zu heilen, wie es in Matthäus 10,1 steht. Was lag näher, als diese Dienste anzunehmen und ich erhielt temporäre Linderung, aber Heilung lies auf sich warten.

Beim Gottesdienst am 9. September 2007 litt ich unter unsäglichen Schmerzen. Die Glaubensschwester Hannelore hatte den Eindruck, dass sich jemand in der versammelten Gemeinde befand, dessen untere Wirbelsäule verletzt sei und Gott sie heilen möchte. Ich wusste sofort, dass dieser Aufruf mir galt und lies für mich beten. Während des Gebets wurde meine Wirbelsäule heiß durchströmt. Noch merkte ich nichts von einer Veränderung, aber ich dankte Gott für seine Zuwendung und nahm die Heilung im Glauben an. Obwohl ich tatsächlich schmerzfrei war, wagte ich noch keine Diagnose.

Vier Wochen später war ich noch immer ohne Beschwerden, jetzt war die Zeit gekommen meine Heilung auch öffentlich zu bekennen. "Ehre sei unserem Gott, der auch heute noch Wunder tut!".

Ein weiteres Zeugnis steht im letzten Absatz meines Indienreiseberichts.